Problem mit dem körnigen Display des M4 iPad Pro beheben? Anwenderberichte und mögliche Lösungen

Die neuesten iPad Pro-Modelle von Apple mit hochmodernen OLED-Displays haben bei den Verbrauchern für große Begeisterung gesorgt. Kurz nach der Veröffentlichung meldeten einige Benutzer jedoch ein unerwartetes Problem: ein körniges Erscheinungsbild auf dem Display.

In diesem Artikel gehen wir näher auf dieses Problem ein und untersuchen, ob es sich um einen echten Defekt oder ein Merkmal der OLED-Technologie handelt.

In verschiedenen Foren sind Berichte über körnige Displays der neuen iPad Pro-Modelle aufgetaucht, darunterReddit. Benutzer beschreiben einen sichtbaren körnigen Effekt, der sich besonders in dunklen Umgebungen bemerkbar macht, wenn das Display auf niedrige oder mittlere Helligkeit eingestellt ist. Dieser Effekt wird oft mit dem visuellen Rauschen verglichen, das bei Fotos auftritt, die mit hohen ISO-Einstellungen aufgenommen wurden.

Ist sonst noch jemandem die Körnung auf dem neuen Tandem-OLED-Display aufgefallen? Besonders auffällig ist es, wenn man einen dunklen Raum ohne Reflexionen hat und in die Einstellungen geht. Auf meinem Display ist mir etwas aufgefallen, das wie Getreide aussieht, aber man muss es aus sehr kurzer Entfernung betrachten. Für mich war es ziemlich offensichtlich, weil ich grafische Dinge mache. Liegt es nur an meinem Display oder haben andere das auch erlebt?

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Die meisten Beschwerden stammen von Nutzern des 11-Zoll-iPad Pro, es gibt jedoch auch Hinweise darauf, dass beim 13-Zoll-Modell ähnliche Probleme aufgetreten sind. Dies wirft Fragen zur Qualität und Konsistenz der von Samsung und LG Display, Apples Partnern für diese Displays, gelieferten OLED-Panels auf.

Den körnigen Effekt verstehen

Das körnige Aussehen könnte auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein, die der OLED-Technologie innewohnen. OLED-Displays steuern die Helligkeit auf Pixelebene, was zu geringfügigen Helligkeitsschwankungen auf dem gesamten Bildschirm führen kann. Diese Variabilität kann sich als körniger Effekt manifestieren, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen oder bei der Anzeige gleichmäßiger Farben.

Darüber hinaus können die einzelnen Subpixel in OLED-Bildschirmen in Größe und Form variieren, was zu einer inkonsistenten Textur führt. Bei größeren Displays wie dem iPad Pro ist dies aufgrund der geringeren Pixeldichte im Vergleich zu kleineren Geräten wie Smartphones stärker ausgeprägt.

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Eine weitere mögliche Ursache ist der Mura-Effekt, ein häufiges Problem bei OLED- und LCD-Bildschirmen. Der Mura-Effekt entsteht durch Unregelmäßigkeiten zwischen Pixeln, die häufig auf ungleichmäßige Beleuchtung oder geringfügige Herstellungsfehler zurückzuführen sind. Diese Unregelmäßigkeiten können sich bei bestimmten Lichtverhältnissen oder beim Betrachten bestimmter Arten von Inhalten bemerkbar machen.

Hersteller und Produktionsherausforderungen

Die Beteiligung mehrerer Anbieter, Samsung Display für das 11-Zoll-Modell und LG Display für das 13-Zoll-Modell, erschwert die Ermittlung der Grundursache. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Samsung bei den 11-Zoll-Panels mit Ertragsproblemen konfrontiert war, was Apple dazu veranlasste, Bestellungen teilweise auf LG Display zu verlagern. Dies könnte darauf hindeuten, dass der körnige Effekt möglicherweise mit Produktionsunterschieden zwischen den beiden Lieferanten zusammenhängt.

Handelt es sich um einen Defekt oder eine Eigenart der OLED?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob das Problem der körnigen Anzeige ein Defekt oder ein inhärentes Merkmal der OLED-Technologie ist. Während einige Benutzer die Körnigkeit als störend empfinden, insbesondere diejenigen, die das iPad Pro für künstlerische Arbeiten verwenden, fällt es anderen möglicherweise nicht auf, es sei denn, sie suchen gezielt danach.

In der Vergangenheit wurden ähnliche körnige Effekte bei anderen OLED-Geräten beobachtet, darunter auch bei High-End-Smartphones. Einige Samsung Galaxy S24 Ultra-Geräte zeigten beispielsweise ein vergleichbares Problem, das später durch ein Software-Update behoben wurde. Dies deutet darauf hin, dass eine Software-Korrektur möglich sein könnte, wenn die Körnigkeit auf Energieverwaltungseinstellungen oder eine Helligkeitssteuerung auf Pixelebene zurückzuführen ist.

Apples mögliche Reaktion

Apple hat sich noch nicht offiziell mit den Berichten über die körnige Anzeige befasst. Angesichts der großen Bekanntheit der Einführung des iPad Pro und der Bedeutung seiner OLED-Technologie ist es wahrscheinlich, dass Apple das Problem untersucht. Wenn die Körnigkeit als Mangel angesehen wird, kündigt Apple möglicherweise eine Korrekturmaßnahme an oder bietet Ersatz an. Wenn es umgekehrt als ein Merkmal der OLED-Technologie angesehen wird, müssen Benutzer möglicherweise ihre Erwartungen oder Einstellungen anpassen, um den Effekt abzumildern.