Meta Platforms hat etwa 20 Mitarbeitern wegen der Weitergabe vertraulicher Informationen gekündigt, wie Sprecher Dave Arnold bestätigte. Diese Aktion folgt auf eine Reihe interner Enthüllungen, die in den Medien aufgetaucht sind und unangekündigte Produktpläne und Details aus internen Besprechungen unter der Leitung von CEO Mark Zuckerberg preisgeben. Das Unternehmen hat seine Bemühungen intensiviert, die Quellen dieser Lecks zu identifizieren und zu beheben, und betont, dass solche Maßnahmen gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen und die Teammoral untergraben.
In einem internen Memo erklärte Guy Rosen, Chief Information Security Officer: „Wenn Informationen gestohlen werden oder durchsickern, hat das Konsequenzen, die über die unmittelbaren Auswirkungen auf die Sicherheit hinausgehen. Unsere Teams werden demoralisiert und wir alle verschwenden Zeit, die wir besser mit der Arbeit an unseren Produkten und der Verwirklichung unserer Ziele und Mission verbringen sollten.“ Diese Stimmung spiegelt die Haltung des Unternehmens zur Wahrung der Vertraulichkeit wider, um seine strategischen Initiativen und internen Prozesse zu schützen.
Auch CTO Andrew Bosworth ging auf das Problem ein und wies darauf hin, dass Leaks oft kontraproduktive Auswirkungen hätten. Während einer internen Besprechung bemerkte er: „Wenn Dinge durchsickern, denken die Leute meiner Meinung nach oft: ‚Okay, das ist durchgesickert, deshalb wird es Druck auf uns ausüben, Dinge zu ändern.‘ Das Gegenteil ist wahrscheinlicher.“ Aus dieser Perspektive lässt sich vermuten, dass Lecks die bestehenden Richtlinien stärken, anstatt die beabsichtigten Änderungen herbeizuführen.
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Diese Kündigungen erfolgen vor dem Hintergrund interner Herausforderungen bei Meta, darunter kürzliche Entlassungen für leistungsschwache Mitarbeiter und bedeutende Änderungen in den Unternehmensrichtlinien, wie etwa Änderungen bei der Moderation von Inhalten und die Einstellung von Diversitäts-, Gerechtigkeits- und Inklusionsprogrammen. Berichten zufolge haben diese Entwicklungen zu einer sinkenden Arbeitsmoral und erhöhten Spannungen innerhalb der Organisation beigetragen.
Meta hat keine spezifischen Details über die Art der durchgesickerten Informationen, die Identität der beteiligten Mitarbeiter oder die Empfänger der durchgesickerten Informationen bekannt gegeben. Das Unternehmen hat jedoch angedeutet, dass im Zuge der laufenden Untersuchungen weitere Maßnahmen ergriffen werden könnten. Diese entschiedene Reaktion unterstreicht das Engagement von Meta, seine internen Informationen zu schützen und künftige unbefugte Offenlegungen zu verhindern.
Quelle:Der Rand
