Der Abbau des iPhone Air MagSafe-Akkus zeigt eine Ladesteigerung von 65 %

Apples iPhone Air zeichnete sich bereits durch seine extrem dünne und leichte Bauweise aus, und jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit auf sein erstes großes Begleitzubehör, den MagSafe-Akku. Apple gibt an, dass das Paket bis zu 65 % zusätzliche Ladung liefert und positioniert es damit als schlanke, reisetaugliche Erweiterung des Telefons und nicht als vollständigen Ersatz für eine Powerbank mit hoher Kapazität. Die Schlagzeile ist für sich genommen nützlich, aber die wirkliche Erkenntnis ergibt sich aus dem Verständnis, wie Apple dieses Design erreicht hat und welche Kompromisse es dabei eingegangen ist.

Ein detaillierter Teardown von iFixit zeigt, dass Apple in den MagSafe-Akku eine Lithium-Ionen-Zelle eingebaut hat, die in Form und Größe fast identisch mit der internen Einheit des iPhone Air ist. Mit einer Dicke von nur 2,72 mm ist die Zelle so schlank, dass sie theoretisch in den 5,6-mm-Rahmen des Air passen könnte. Sobald das Zubehör jedoch in seinem Kunststoffgehäuse mit Ladespule, Abschirmung und Logikplatine untergebracht ist, misst es 7,64 mm. Dadurch ist es deutlich dicker als das Telefon selbst, was zeigt, dass Apples Fokus nicht auf Symmetrie lag, sondern auf der Balance zwischen nutzbarer Kapazität und minimaler Masse, die dennoch mit dem Design des Air übereinstimmt.

Was die Zahl von 65 % noch interessanter macht, ist die Rolle der drahtlosen Effizienz. Die Batteriezelle im Inneren des Rucksacks hat eine Nennleistung von 12,26 Wh und scheint auf dem Papier fast der Batterie des Air zu entsprechen. In der Praxis geht beim kabellosen Laden jedoch ein erheblicher Teil der Energie durch Wärme und Übertragungsineffizienzen verloren. iFixit schätzt, dass etwa 35 % verloren gehen, bevor sie das Telefon überhaupt erreichen. Dies erklärt, warum das Zubehör keine Eins-zu-eins-Nachfüllung liefert, sondern stattdessen die realistischere 65-Prozent-Verlängerung bietet, die Apple bewirbt. Für Benutzer bedeutet das: genug Leistung, um das iPhone Air bequem einen ganzen Tag intensiver Nutzung zu überstehen, aber nicht genug, um sich auf den Akku für mehrere vollständige Aufladungen zu verlassen.

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Intern zeigt der Teardown die gleichen Muster, die man von anderen MagSafe-Produkten kennt. Klebstoffe halten die Schichten fest an Ort und Stelle, die Spule und die Abschirmung sind in einem dichten Stapel über der Zelle angeordnet und die Steuerplatine ist kompakt integriert, wodurch das Zubehör praktisch nicht reparierbar ist. Gleichzeitig gewährleistet die Einbeziehung proprietärer NFC-Komponenten von Apple die Art der Integration, die den Premiumpreis rechtfertigt. Das iPhone Air erkennt den Akku sofort, löst die Ladeanimation auf dem Bildschirm aus und verwaltet die Energieübertragungsrate so, dass das Wärmemanagement und die langfristige Gesundheit des Akkus im Vordergrund stehen.

Der Gesamteindruck der Arbeit von iFixit ist, dass Apple sich erneut dafür entschieden hat, ein nahtloses und eng integriertes Benutzererlebnis gegenüber Wartungsfreundlichkeit oder purer Effizienz zu bevorzugen. Der MagSafe-Akku soll nicht mit den größten tragbaren Ladegeräten auf dem Markt konkurrieren und versucht nicht, die Tatsache zu verbergen, dass die drahtlose Energieübertragung unvermeidbare Einschränkungen aufweist. Stattdessen verkörpert es die gleiche Philosophie wie das iPhone Air selbst: Legen Sie Wert auf Dünnheit und Eleganz und bieten Sie dennoch praktischen Nutzen für den täglichen Gebrauch. Indem die MagSafe-Batterie die Form der internen Zelle des Air widerspiegelt, einen zuverlässigen Ladeschub von 65 % bietet und die visuelle und funktionale Konsistenz des Apple-Ökosystems beibehält, bietet sie genau die Art von Kompromiss, die Air-Benutzer wahrscheinlich akzeptieren werden.