Das US-Justizministerium (DOJ) verstärkt seine Bemühungen, Google dazu zu zwingen, seinen Browser Chrome, möglicherweise auch Android, zu veräußern, um das vermeintliche Monopol des Unternehmens auf dem Suchmaschinenmarkt abzubauen. In einer kürzlich an Richter Amit Mehta übermittelten überarbeiteten Akte legt das DOJ zusammen mit einer Koalition aus 38 Generalstaatsanwälten entscheidende Schritte zur Förderung eines fairen Wettbewerbs und zur Bekämpfung der Dominanz von Google bei der Online-Suche vor.
Die aktualisierte Einreichung steht im Einklang mit einem früheren Vorschlag vom vergangenen November, der auf Richter Mehtas wegweisendes Urteil zur Bestätigung des Monopolstatus von Google folgte. Das DOJ behauptet, dass die Erzwingung des Verkaufs von Chrome von entscheidender Bedeutung ist, um Googles Einfluss auf ein wichtiges Einfallstor für Online-Suchen zu brechen und so ein Umfeld zu schaffen, das echtem Wettbewerb förderlich ist.
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Eine bemerkenswerte Änderung in diesem neuesten Vorschlag ist die Streichung der Forderung, dass Google seine Investitionen in künstliche Intelligenz veräußern soll. Das DOJ hat seine Strategie auf eine stärker aufsichtsrechtliche Haltung umgestellt und verlangt von Google, die Aufsichtsbehörden zu informieren, bevor wesentliche Änderungen in seinen KI-Aktivitäten vorgenommen werden. Dies stellt einen wichtigen Wendepunkt dar, der den Wunsch widerspiegelt, innovative Vermögenswerte im Spiel zu halten und gleichzeitig die Regulierungsaufsicht sicherzustellen.
Das US-Justizministerium hat zwar beschlossen, nicht auf den sofortigen Verkauf von Android zu drängen, hält sich aber die Option für künftige Maßnahmen offen, falls die aktuellen Maßnahmen den Wettbewerb nicht erfolgreich verbessern. Google seinerseits bereitet sich darauf vor, die Vorschläge zu widerlegen, indem es sie als übermäßig interventionistisch bezeichnet und über den Rahmen des ursprünglichen Urteils des Gerichts hinausgeht. Der Technologieriese hat betont, dass es sich bei der Angelegenheit um seine bestehenden Partnerschaften und nicht um die vom DOJ vorgeschlagenen umfassenden Änderungen handelt.
Während sich diese juristische Saga entfaltet, steht sowohl für Google als auch für die Online-Suchlandschaft viel auf dem Spiel, mit potenziellen Auswirkungen, die die Wettbewerbsdynamik in der Technologiebranche verändern könnten.
Quelle:Android Central
