PSA: Die Serialisierung verändert die Leistung des Apple Pencil auf iPads, die mit Teilen von Drittanbietern repariert wurden

Einem neuen Bericht zufolge hat die Implementierung der „Serialisierungs“-Methode durch Apple auf iPad Pro-Modellen dazu geführt, dass die Apple Pencil-Funktionalität verloren geht, wenn sie mit Teilen von Drittanbietern repariert wird. Diese Praxis hat Bedenken hinsichtlich der „Right to Repair“-Bewegung geweckt und wird als Taktik angesehen, um die Reparaturoptionen der Kunden einzuschränken und ein Monopol zu etablieren, da es immer schwieriger wird, Komponenten in beschädigten Apple-Produkten effektiv zu ersetzen.

Apple muss dieses Apple Pencil-iPad-Dilemma für die Right to Repair-Bewegung angehen

Bei der Serialisierung handelt es sich um einen Prozess, bei dem Apple bestimmte Teile seiner Geräte, wie zum Beispiel Bildschirme, mithilfe spezieller Chips mit der Hauptplatine verknüpft. Diese Technologie soll sicherstellen, dass iPhones und iPads verifizierte Komponenten verwenden, wodurch die Sicherheit erhöht und die Integrität der Geräte gewahrt bleibt. Dieser Schritt hat es jedoch für Reparaturdienste von Drittanbietern schwierig gemacht, dabei nicht originale Apple-Teile zu verwenden, was es den Kunden erschwert, sich für günstigere Reparaturoptionen zu entscheiden.

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Kürzlich wurde es entdeckt (viaForbes), dass die Serialisierungsmethode die Leistung des Apple Pencil nach dem Austausch des iPad-Bildschirms beeinträchtigt. Ein Reparaturexperte, Ricky Panesar, stellte fest, dass der Apple Pencil keine geraden Linien korrekt zeichnen konnte, als er das iPad-Display eines Kunden durch den Bildschirm eines anderen iPad ersetzte. Dieses Problem entsteht durch einen Speicherchip auf dem Bildschirm, der so programmiert ist, dass er die Apple Pencil-Funktionalität nur dann aktiviert, wenn der Originalbildschirm mit der Originalplatine verbunden ist.

Die Serialisierung bereitet den Verbrauchern große Sorgen und könnte dazu führen, dass Apple in Zukunft möglicherweise ein Monopol auf Reparaturen aufbaut. Die Unfähigkeit, nicht originale Teile zu verwenden, könnte dazu führen, dass Benutzer sich bei Reparaturen ausschließlich auf Apple verlassen, was im Vergleich zu Diensten von Drittanbietern, die Originalkomponenten anderer beschädigter Modelle verwenden, mit höheren Kosten verbunden sein könnte. Daher kann es sein, dass die Nutzer durch diese Einschränkung finanziell belastet werden.

Einer der Gründe für die Serialisierungspraxis von Apple ist wahrscheinlich die Sicherheitsfunktion Face ID, die die Geräteauthentifizierung für iPhones und iPads gewährleistet. Durch die Erkennung nicht autorisierter Bildschirme kann Face ID automatisch deaktiviert werden, um Benutzerdaten zu schützen. Obwohl Apple in einigen Fällen die Beschränkungen für Bildschirmreparaturen durch Dritte gelockert hat, haben sie Reparaturen durch Dritte nicht vollständig akzeptiert.

Die Serialisierungsmethode von Apple wirkt sich nicht nur auf iPad-Reparaturen aus, sondern wirft auch einen Schatten auf die Right to Repair-Bewegung. Die Bewegung setzt sich für das Recht der Verbraucher ein, ihre Geräte kostenlos reparieren zu lassen, fördert den Wettbewerb unter Reparaturdienstleistern und senkt die Reparaturkosten. Die Serialisierung macht es jedoch für Reparaturdienste von Drittanbietern schwieriger, erschwingliche Lösungen anzubieten, was möglicherweise den Fortschritt der Right-to-Repair-Bewegung behindert.

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir hoffen, dass Apple sich des Problems bewusst ist und aktiv an einer Lösung arbeitet.