Netflix plant die Einführung einer neuen werbefinanzierten Stufe für Benutzer

Im Mai wurde berichtet, dass Netflix im letzten Quartal 200.000 Abonnenten verloren hat und im laufenden Quartal voraussichtlich schätzungsweise zwei Millionen verlieren wird. Nun plant das Unternehmen die Einführung einer günstigeren Werbeunterstützungsstufe für Nutzer. Auch die Konkurrenten Peacock, Hulu, HBO Max und Disney+ bieten werbefinanzierte Abonnements an.

Nachdem Netflix 200.000 Abonnenten verloren hat, plant das Unternehmen, den Dienst zu monetarisieren

Wie berichtet vonDas Wall Street JournalTed Sarandos, Co-CEO von Netflix, bestätigte, dass das Unternehmen Gespräche mit mehreren potenziellen Partnern führt, um bei der Einführung einer werbefinanzierten Stufe zu helfen. Das WSJ schreibt:

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Auf die Frage nach Partnerschaftsgesprächen mit Werbefirmen am Donnerstag antwortete Herr Sarandos: „Wir sprechen gerade mit allen. Wir wollen einen ziemlich einfachen Markteintritt – auf dem wir wiederum aufbauen und iterieren werden“, fügte er hinzu. „Was wir zunächst tun, wird nicht repräsentativ dafür sein, was das Produkt letztendlich sein wird. Ich möchte, dass unser Produkt besser ist als das Fernsehen.“

Obwohl sich Netflix gegen die Hinzufügung von Werbung zu seinem Dienst ausgesprochen hat, lässt die Menge an Abonnenten, die das Unternehmen in letzter Zeit verloren hat und die es voraussichtlich auch in den kommenden Monaten verlieren wird, keine andere Wahl.

Der Dienst verliert Abonnenten, während der Streaming-Markt weiterhin wächst, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass die Kosten seiner Abonnementpläne gestiegen sind, wodurch sich sein Basisplan auf 9,99 $/Monat (von 8,99 $), sein Standardplan auf 15,49 $/Monat (von 13,99 $) und sein Premium-Tarif auf 19,99 $/Monat (von 17,99 $) belaufen.

Darüber hinaus kündigte das Unternehmen kürzlich an, dass es gegen die Weitergabe von Passwörtern vorgehen werde, was dazu führen werde, dass Benutzer ihre Abonnements kündigen oder sich für ein günstigeres Abonnement entscheiden. Und da das Unternehmen Abonnenten verliert, erscheint eine werbefinanzierte Stufe nach dem logischsten Schritt.

Trotz der Nachricht, dass Werbung auf Netflix erscheint, sollten sich Verbraucher keine Sorgen machen. Erstens werden Anzeigen nicht in der Premium-Stufe verfügbar sein. Zweitens ist es eine gute Nachricht für die Zuschauer, mit einem günstigen Tarif neue Nutzer zu gewinnen und gleichzeitig Werbeeinnahmen zu erzielen, da mehr Geld letztendlich bedeutet, dass das Unternehmen über ein größeres Budget verfügt, um originellere Sendungen wie „Stranger Things“, „Sex Education“ und mehr zu produzieren. Es würde auch bedeuten, dass beliebte Serien nach der ersten Staffel nicht abgesagt werden.