Microsoft entfernt die Bearbeitung aus der 365 Copilot-App auf iPhone und iPad

Microsoft nimmt eine große Änderung an seiner 365 Copilot-App für iOS vor. Ab dem 15. September 2025 erlaubt die App keine Bearbeitung von Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien auf dem iPhone mehr. Die gleiche Einschränkung wird in den folgenden Wochen auf das iPad übertragen.

Bisher bot die 365 Copilot-App grundlegende Bearbeitungswerkzeuge für schnelle Änderungen wie Formatierung, Formeleingabe und Dokumentkonvertierung. Obwohl es nicht so leistungsstark wie die Desktop-Suite war, empfanden es viele Benutzer als praktisch für die einfache Bearbeitung unterwegs. Mit diesem Update wird die App auf Vorschauen und KI-gesteuerte Funktionen umgestellt, sodass die Bearbeitung vollständig den eigenständigen Office-Apps überlassen wird.

Der Fokus von Microsoft liegt auf KI und Vorschauen

Das Unternehmen gibt an, dass die Änderung darauf abzielt, Arbeitsabläufe zu rationalisieren, indem Copilot zu einer Drehscheibe für Vorschauen, Zusammenfassungen und Interaktionen in natürlicher Sprache gemacht wird. Anstatt eine Datei zu öffnen und direkt in Copilot zu bearbeiten, werden Benutzer aufgefordert, Word, Excel oder PowerPoint herunterzuladen.

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Dieser Schritt unterstreicht die Strategie von Microsoft, KI-Tools von herkömmlicher Produktivitätssoftware zu trennen. Copilot übernimmt die Zusammenfassung, Entwurfserstellung und „Erstellen“-Workflows, während die Bearbeitung in den größeren Office-Apps verbleibt. Für Benutzer führt diese Trennung jedoch zu Reibungsverlusten und erhöht den Speicherbedarf, da jede App Hunderte Megabyte Speicherplatz beansprucht.

Eine verwirrende Geschichte von Rebrandings

Das Entfernen der Bearbeitung aus Copilot ist besonders frustrierend, da die Entwicklung der App bereits verwirrend war. Microsoft bot ursprünglich die Office-App für iOS an, die Word, Excel und PowerPoint in einem einzigen Erlebnis mit integrierter Bearbeitung kombinierte. Diese App wurde später in Microsoft 365 umbenannt, bevor Copilot zum neuen Gesicht der Produktivität wurde.

Jetzt wird Copilot selbst von der Bearbeitung entbunden, wodurch er auf kaum mehr als einen Viewer mit KI-Funktionen reduziert wird. Für Benutzer sind das ständige Rebranding und die Änderung der Funktionssätze nicht verbraucherfreundlich. Viele sehen möglicherweise keinen Grund, Copilot installiert zu lassen, wenn die eigenständigen Apps ohnehin für die Bearbeitung benötigt werden.

Auswirkungen auf iPhone- und iPad-Benutzer

Für iOS-Benutzer sind die Auswirkungen klar. Copilot wird weiterhin nützlich sein, um Dokumente schnell zu überprüfen oder KI-gestützte Funktionen zu nutzen, aber selbst kleine Änderungen erfordern einen Wechsel der Apps. Studenten, Berufstätige und kleine Unternehmen, die für schnelle Bearbeitungen auf Copilot angewiesen waren, müssen nun mehrere große Downloads bewältigen, anstatt sich auf eine einzige, leichtgewichtige Lösung zu verlassen.

Durch den Verzicht auf Funktionen, die die App einst praktisch machten, riskiert Microsoft, seine Benutzerbasis zu entfremden. Für viele könnte der logische Schritt darin bestehen, Copilot ganz zu löschen und sich ausschließlich auf die eigenständigen Apps zu verlassen.