Meta entwickelt Chatbots mit künstlicher Intelligenz und Konversationstechnologie für Facebook, Instagram und seine anderen Social-Media-Plattformen, um das Engagement zu steigern.
Laut dem neuen Bericht der Financial Times leitete Mark Zuckerberg, CEO von Meta, die Arbeit an der Entwicklung von Prototypen verschiedener Chatbots, die intern „Personas“ genannt werden, um menschliche Stimmen nachzuahmen, um mit Benutzern zu sprechen und Reiseoptionen, Styling-Tipps, Rezepte und andere Inhalte zu empfehlen.
Die neuen KI-gestützten Chatbots sollen bereits im September auf den Markt kommen und es Meta ermöglichen, generative KI-Technologien wie ChatGPT zu nutzen und mit Konkurrenten wie TikTok zu konkurrieren, um das Engagement auf seinen Plattformen zu steigern.
Es scheint jedoch, dass die Persona-Chatbots von Meta die Privatsphäre der Benutzer gefährden könnten, indem sie personalisierte Daten sammeln, was auf iOS aufgrund der App Tracking Transparency (ATT) nicht möglich wäre.
Meta-„Personas“ könnten die Transparenz des iOS-App-Trackings durch die Erfassung personalisierter Daten zunichte machen
ATT wurde mit iOS 14.5 eingeführt und machte es für alle Apps zur Pflicht, die Erlaubnis der Benutzer einzuholen, ihre Aktivitäten in Apps und Websites von Drittanbietern zu verfolgen. Dies verhinderte, dass digitale Vermarkter wie Facebook und Instagram invasives Tracking durchführten, um Benutzerdaten zu sammeln und ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen.
Seit der Veröffentlichung von ATT auf iOS verzeichnet Meta einen deutlichen Umsatzrückgang. Personas-Chatbots könnten für das Unternehmen also eine Möglichkeit sein, ATT rückgängig zu machen und personalisierte Daten der Benutzer zu sammeln.
„Zusätzlich zur Steigerung des Engagements könnten Chatbots riesige neue Mengen an Daten über die Interessen der Benutzer sammeln, sagen Experten. Dies könnte Meta dabei helfen, Benutzer besser mit relevanteren Inhalten und Anzeigen anzusprechen. Der Großteil der Einnahmen von Meta in Höhe von 117 Milliarden US-Dollar pro Jahr stammt aus Werbung.“

Der Zugriff auf persönliche Daten der Benutzer wie Interessen und Suchanfragen wirft Datenschutzbedenken auf. Ravit Dotan, ein KI-Ethikberater und Mitbegründer des Collaborative AI Responsibility Lab an der University of Pittsburghsagte:
„Sobald Benutzer mit einem Chatbot interagieren, werden dem Unternehmen tatsächlich viel mehr Daten zugänglich gemacht, sodass das Unternehmen mit diesen Daten alles machen kann, was es will. Die Entwicklungen werfen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes sowie möglicher „Manipulation und Anstupsen“ auf, fügte sie hinzu.
In dem Bericht wird auch erwähnt, dass der Technologieriese wahrscheinlich einer genauen Prüfung durch Experten hinsichtlich der von den KI-gestützten Chatbots generierten Inhalte ausgesetzt sein wird, wie z. B. das Zeigen von Voreingenommenheit oder das Teilen von „Halluzinationen“ (gefährliches Material oder Fehlinformationen).
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