Die Apple Watch wächst im zweiten Quartal 2025 um 29 %, bleibt aber hinter Huawei und Xiaomi zurück

Der neueste Bericht von IDC über die weltweiten Lieferungen von am Handgelenk getragenen Geräten für das zweite Quartal 2025 zeigt eine gemischte Leistung für Apple. Während die Auslieferungen der Apple Watch im Jahresvergleich stark zunahmen, liegt das Unternehmen beim Gesamtabsatz immer noch hinter Huawei und Xiaomi zurück.

Laut einem neuen IDC-Bericht, der von geteilt wurde9to5Mac, Apple hat im Quartal 7,4 Millionen Apple Watch-Geräte ausgeliefert, gegenüber 5,7 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies stellt ein Wachstum von 28,8 % dar, aber Xiaomi baute seinen Vorsprung mit 9,5 Millionen ausgelieferten Einheiten aus, was einem massiven Anstieg von 61 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Huawei blieb mit 9,9 Millionen ausgelieferten Einheiten an der Spitze.

Gemessen am Marktanteil belegte Huawei mit 20,3 % den ersten Platz, gefolgt von Xiaomi mit 13,5 % und Apple knapp dahinter mit 13,1 %. Der weltweite Markt für am Handgelenk getragene Geräte wuchs insgesamt um 12,3 %, wobei im Quartal 49,2 Millionen Lieferungen verzeichnet wurden. Samsung war das einzige Top-5-Unternehmen, das einen Rückgang verzeichnete, im Jahresvergleich weniger Geräte auslieferte und Marktanteile verlor.

Die Leistung von Apple im zweiten Quartal spiegelt das übliche saisonale Muster wider. Da große Apple Watch-Modelle in der Regel später im Jahr auf den Markt kommen, weist das zweite Quartal im Vergleich zum vierten Quartal, das von Feiertagsverkäufen profitiert, oft schwächere Ergebnisse auf. Die Strategie von Apple ist stark an den jährlichen Upgrade-Zyklus gebunden, wobei die Veranstaltungen im September neue Modelle hervorbringen, die die Nachfrage bis zum Jahresende ankurbeln. Das bedeutet, dass das Wachstum im zweiten Quartal zwar bemerkenswert ist, die Wettbewerbsstärke von Apple jedoch in der zweiten Jahreshälfte tendenziell deutlicher zum Vorschein kommt.

Das starke Wachstum von Xiaomi verdeutlicht die Bedeutung der Preisgestaltung und der regionalen Strategie. Die Wearables des Unternehmens sind günstiger als die von Apple und das Unternehmen erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit in Schwellenmärkten wie Indien, Südostasien und Teilen Europas. Durch die Konzentration auf kostengünstigere Modelle mit starken Fitness-Tracking-Funktionen ist es Xiaomi gelungen, ein breiteres Publikum anzulocken und das Versandvolumen schneller zu steigern als die Premium-Konkurrenz.

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Unterdessen hält Huawei weiterhin die weltweite Führungsposition, obwohl es aufgrund von Handelsbeschränkungen auf den westlichen Märkten vor großen Herausforderungen steht. Seine Stärke liegt in China, wo es von einer starken Markentreue, staatlicher Unterstützung und einem wachsenden Ökosystem vernetzter Geräte profitiert. Die Aufrechterhaltung von fast 10 Millionen Sendungen in einem einzigen Quartal unterstreicht seine Widerstandsfähigkeit, selbst in einem hart umkämpften Segment.

Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass Apple in den nächsten IDC-Berichten mit der Einführung der Apple Watch Series 11, der Apple Watch SE 3 und der Apple Watch Ultra 3 höhere Zahlen veröffentlichen wird. Diese neuen Modelle, die zusammen mit der iPhone 17-Reihe vorgestellt werden, bringen Updates wie eine verbesserte Gesundheitsüberwachung und verbesserte Konnektivität mit sich, die Apples Attraktivität gegenüber kostengünstigeren Konkurrenten erhöhen dürften. Historisch gesehen waren das dritte und vierte Quartal Apples stärkste Zeiträume für Wearables, und frühe Nachfrageindikatoren deuten darauf hin, dass sich dieser Trend auch im Weihnachtsquartal 2025 fortsetzen wird.

Zum Vergleich: Im zweiten Quartal 2024 hat Apple 5,7 Millionen Einheiten ausgeliefert, Xiaomi 5,9 Millionen und Huawei 8,9 Millionen. Die jüngsten Ergebnisse verdeutlichen, wie Xiaomi seinen Vorsprung gegenüber Apple schnell ausbaute, während Huawei es trotz zunehmender Konkurrenz schaffte, seine Spitzenposition zu behaupten. Da Apple zu Beginn der Weihnachtszeit sein Sortiment auffrischen wird, werden die kommenden Quartale zeigen, ob das Unternehmen den Abstand zu seinen chinesischen Konkurrenten schließen kann.