Apple-Fitness-Chef Jay Blahnik wird giftige Arbeitskultur und Belästigung vorgeworfen

Apple steht vor einer ernsthaften internen Prüfung, nachdem ein von Jay Blahnik, dem Vizepräsidenten von Fitness Technologies, angeführter Bericht Vorwürfe einer schädlichen Arbeitskultur und Belästigung in seiner Fitnessabteilung aufgedeckt hat. Blahnik, eine prominente Persönlichkeit der Fitnessbranche, die 2013 zu Apple kam, ist vor allem für die Entwicklung der „Close Your Rings“-Funktion der Apple Watch und die Leitung der Einführung von Apple Fitness+ bekannt.

Ein Bericht vonDie New York Timeszitiert Berichte von neun aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, die Blahnik als beleidigend, manipulativ und unangemessen beschrieben haben. Sein mutmaßliches Verhalten hat Berichten zufolge dazu geführt, dass seit 2022 mehr als 10 Prozent der etwa 100 Mitarbeiter umfassenden Fitnessabteilung eine längere Auszeit wegen psychischer oder medizinischer Erkrankungen nehmen. Mitarbeiter behaupteten, Apple habe dem Schutz einer hochrangigen Führungskraft Vorrang vor der Bewältigung allgemeiner Bedenken der Belegschaft eingeräumt.

Vorwürfe wegen Fehlverhaltens und Vergeltung

Dem Bericht zufolge machte Blahnik im beruflichen Umfeld unangemessene Kommentare, darunter Bemerkungen über den olympischen Skifahrer Ted Ligety und anzügliche Kommentare über Trainer, die Trainingseinheiten filmten. Angeblich spekulierte er mit vulgärer Sprache über das Familienleben von Teammitgliedern und lenkte unangenehme Aufmerksamkeit auf Untergebene.

Berichten zufolge erhielt der frühere Kreativdirektor Wil Tidman im Jahr 2022 beunruhigende nächtliche SMS von Blahnik, was zu einer krankheitsbedingten Beurlaubung und schließlich zu einer Einigung mit Apple führte. Unabhängig davon reichte Mandana Mofidi, eine ehemalige Apple-Mitarbeiterin, die 2021 eintrat, eine Klage ein, in der sie behauptete, Blahnik habe sie gemobbt, nachdem sie bei einer internen Untersuchung kooperiert hatte. Sie behauptete, sie sei mit negativen Bewertungen, Einschüchterungen und Vergeltungsmaßnahmen konfrontiert worden, was letztendlich ihren Rücktritt erzwang. Ein Test ist für 2027 geplant.

Andere Mitarbeiter, darunter Chris Neil und Nathan Olivarez-Giles, nahmen sich ebenfalls Urlaub wegen psychischer Erkrankungen, nachdem sie Bedenken über Blahniks Verhalten geäußert hatten, was auf ein Muster von Vergeltungsmaßnahmen hindeutet.

Apples Antwort

Apple hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Unternehmenssprecher Lance Lin sagte, Apple nehme alle Bedenken ernst und untersuche Probleme am Arbeitsplatz gründlich, lehnte jedoch die Prämisse des Times-Berichts ab und bezeichnete sie als unzutreffend. Das Unternehmen hat die Disziplinarmaßnahmen gegen Blahnik nicht öffentlich bekannt gegeben.

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In seinen Klageanträgen wies Apple Behauptungen über Belästigung, Diskriminierung oder Vergeltung zurück. Es wurde argumentiert, dass das Feedback an Mofidi und andere mit der Leistung und nicht mit Fehlverhalten zusammenhängt. Blahnik selbst hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.

Weitere Auswirkungen auf Apple

Die Kontroverse verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen für Apple, während das Unternehmen weiter in die Gesundheits- und Fitnesstechnologie vordringt, einen Bereich, der für die Apple Watch und ihre Servicestrategie von zentraler Bedeutung ist. Während Blahniks Arbeit, einschließlich Apple Fitness+, maßgeblich dazu beigetragen hat, Apples Präsenz im Gesundheits- und Wellnessbereich auszubauen, werfen die Anschuldigungen Fragen darüber auf, wie das Unternehmen mit Problemen der Arbeitsplatzkultur umgeht, insbesondere wenn hochrangige Führungskräfte beteiligt sind.

Da eine Klage vor Gericht steht und mehrere Mitarbeiterberichte auf Funktionsstörungen hinweisen, wird Apples Umgang mit der Situation in den kommenden Jahren wahrscheinlich weiterhin auf dem Prüfstand stehen.