Apple hat bestätigt, dass der Vision Pro der ersten Generation nicht gegen das neue M5-Modell oder ein anderes Apple-Produkt eingetauscht werden kann. Das Update stammt direkt aus den Pressematerialien von Apple, wo im Kleingedruckten nun steht: „Apple Vision Pro ist nicht für eine Inzahlungnahme geeignet.“
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Heute wird Apples neues Vision Pro mit M5-Ausstattung zusammen mit den neuesten M5 MacBook Pro- und iPad Pro-Modellen auf den Markt gebracht. Während das neue Headset eine bessere Leistung, flüssigere 120-Hz-Bilder und ein komfortableres Dual-Strick-Band bietet, haben Erstanwender des Vision Pro der ersten Generation für 3.499 US-Dollar kein Glück, wenn sie auf ein Upgrade-Guthaben gehofft haben.
Dies stellt einen seltenen Bruch mit der üblichen Upgrade-Strategie von Apple dar. Das Trade-In-Programm des Unternehmens macht es Benutzern seit langem einfacher, iPhones, Macs und iPads aufzurüsten, indem es eine sofortige Gutschrift für Neukäufe bietet. Für den Vision Pro gilt dieses System jedoch nicht. Kunden, die das ursprüngliche M2-Modell bei der Markteinführung gekauft haben, zahlen jetzt den gleichen vollen Preis von 3.499 US-Dollar, wenn sie die M5-Version wünschen.
Das hat einige frühe Käufer frustriert. Viele waren davon ausgegangen, dass Apple irgendwann zulassen würde, dass das erste Vision Pro wie andere Flaggschiffprodukte eingetauscht wird. Stattdessen bleibt es den Besitzern überlassen, das Headset privat auf Wiederverkaufsplattformen wie eBay oder Facebook Marketplace oder über Rückkaufdienste von Drittanbietern zu verkaufen, die bereits damit begonnen haben, das Headset zu variablen Angeboten anzubieten.
Die Entscheidung hat technische und strategische Gründe. Die hochgradig angepasste Hardware und die fortschrittlichen optischen Systeme des Vision Pro machen die Überholung schwierig und teuer, insbesondere für Apples Drittanbieter-Inzahlungnahmepartner. Aber es gibt noch eine größere Geschichte: Apple scheint das Vision Pro weniger wie ein Massenmarktgerät, sondern eher wie ein professionelles Gerät zu behandeln.
In diesem Sinne passt die No-Trade-In-Aktion zur Positionierung des Produkts. Apple signalisiert, dass dieses Headset als langfristige Investition gedacht ist, ähnlich wie eine High-End-Kamera oder Produktions-Workstation, und nicht als etwas, das jedes Jahr ausgetauscht wird. Von jeder neuen Generation wird erwartet, dass sie statt inkrementeller Upgrades große Leistungssprünge mit sich bringt.
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Branchenbeobachter, darunter Mark Gurman von Bloomberg und Analyst Ming-Chi Kuo, haben darauf hingewiesen, dass Apple Premium-Vision-Pro-Modellen Vorrang einräumt, bevor es günstigere Varianten untersucht. Berichten zufolge wurden Pläne für ein günstigeres Vision-Headset, das einst Gerüchten zufolge etwa 2.000 US-Dollar kostete, auf Eis gelegt. Apples Fokus liegt nun auf der Weiterentwicklung des Spatial Computing für Profis, bevor es zum Mainstream wird.
Für frühe Vision Pro-Besitzer bedeutet das, den Upgrade-Zeitpunkt zu überdenken. Ohne Inzahlungnahmeanreize kostet ein Upgrade auf das M5-Headset praktisch genauso viel wie der Neukauf. Einige Benutzer werden wahrscheinlich warten, bis eine zukünftige Generation weitere transformative Veränderungen herbeiführt. Für andere, insbesondere diejenigen, die das Headset für Design-, Medien- oder Visualisierungsarbeiten verwenden, sind die Leistungssteigerungen möglicherweise die Kosten wert.
