Apple steht innerhalb seiner KI-Abteilung vor einer wachsenden Herausforderung, da wichtige Forscher aus seinem Foundation-Models-Team weiterhin das Unternehmen verlassen. Allein im letzten Monatvier Expertensind abgereist, um sich Metas Superintelligence-Initiative anzuschließen. Unter ihnen istBowen Zhang, ein Spezialist für multimodale KI, der zuletzt interne Arbeiten rund um groß angelegte Modelle leitete. Er folgtRuoming Pang, zuvor Teamleiter bei Apple, zusammen mitTom GünterUndMark LeeBeide Ingenieure waren eng an der frühen Entwicklung von Apple Intelligence beteiligt.
Die Austrittswelle kommt zu einer Zeit, in der Apple seine interne KI-Führung aktiv umstrukturiert. Die Zuständigkeiten für KI haben sich zwischen den Abteilungen verlagert, einschließlich der Softwaregruppe von Craig Federighi und den Technologieentwicklungsteams von Mike Rockwell. Trotz dieser Veränderungen deuten Berichte darauf hin, dass die Moral innerhalb des Foundation Models-Teams gesunken ist.
Obwohl Apple Berichten zufolge Bindungsprämien angeboten hat, bleibt die Vergütung hinter den aggressiven Angeboten von Meta zurück, das eine Mischung aus hohen Gehältern und langfristiger Vision nutzt, um Spitzenforscher anzuziehen. Metas Ansatz ist offener und experimenteller, im Gegensatz zu Apples historisch geschlossener und datenschutzorientierter KI-Kultur.
Auch bei Apple wächst die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung seiner KI-Bemühungen. Berichten zufolge erwägt das Unternehmen einen hybriden Ansatz – die interne Entwicklung von Modellen fortzusetzen und gleichzeitig Systeme von Drittanbietern von OpenAI und Anthropic zu lizenzieren. Diese gemischte Strategie hat zu internen Spannungen und Verwirrung unter den Forschern geführt.
Der Verlust mehrerer hochrangiger KI-Ingenieure in so kurzer Zeit wirft ernsthafte Fragen über die Fähigkeit von Apple auf, bei der Entwicklung grundlegender Modelle führend zu sein. Da die Funktionen von Siri und Apple Intelligence der nächsten Generation bereits auf 2026 verschoben wurden, steht das Unternehmen nun vor der zusätzlichen Herausforderung, seine Führungsrolle im Bereich KI von innen heraus neu aufzubauen.
Die Abgänge könnten Apples Position im breiteren KI-Wettbewerb verändern, insbesondere da Konkurrenten wie Meta, Google und Microsoft verstärkt auf die interne Modellentwicklung setzen. Wenn Apple seine KI-Roadmap nicht klar definieren und sich darauf festlegen kann, besteht die Gefahr, dass das Unternehmen ins Hintertreffen gerät – nicht nur bei der Innovation, sondern auch bei der Gewinnung und Bindung der für die Umsetzung erforderlichen Mitarbeiter.
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