Apples neueste Entwickler-Beta-Runde enthält Verweise auf die Model Context Protocol (MCP)-Integration, einen offenen Standard, der es KI-Assistenten ermöglicht, sicher mit Apps und Daten zu interagieren. MCP ermöglicht es KI-Agenten, Aufgaben anwendungsübergreifend auf standardisierte Weise zu erledigen und dabei Datenschutz, Berechtigungen und Systemregeln zu respektieren. Seine Entdeckung in den Betas zeigt, wie Apple seine Plattformen auf eine tiefere Agentic AI vorbereitet.
Entsprechend9to5Mac, Code-Strings in den neuesten Betas binden MCP in App Intents ein, Apples Framework, mit dem Apps bereits Aktionen für Siri, Verknüpfungen, Spotlight und Widgets definieren können. Diese Paarung bedeutet, dass MCP-kompatible KI-Agenten letztendlich dieselben Aktionen aufrufen könnten, jedoch mit dem Vorteil eines einzigen universellen Protokolls anstelle benutzerdefinierter Plug-ins für jeden Dienst. App Intents stellen die Leitplanken bereit, während MCP die gemeinsame Sprache bereitstellt.
MCP wurde von Anthropic eingeführt und hat in der gesamten Technologiebranche schnell an Dynamik gewonnen. Ziel ist es, fragmentierte Integrationen durch einen einheitlichen Standard für den Zugriff auf Tools und Kontext zu ersetzen. Apples Schritt, App Intents mit MCP in Einklang zu bringen, signalisiert eine Strategie, die Offenheit mit seinem etablierten, datenschutzorientierten Design verbindet. Entwickler definieren, was eine App tun kann, welche Eingaben erforderlich sind und welche Bedingungen für die Ausführung gelten, während das System diese Regeln auch dann durchsetzt, wenn ein externer KI-Agent den Anruf tätigt.
Diese Grundlage baut auf Apple Intelligence auf, das mit iOS 26 eingeführt wurde und Apples erste Welle von KI-Funktionen auf dem Gerät darstellt. Die MCP-Integration erweitert diese Funktionen, indem sie das System auf die sichere und konsistente Zusammenarbeit mit KI-Agenten von Drittanbietern vorbereitet und so sicherstellt, dass zukünftige Apps und Assistenten einen Standardpfad zur Automatisierung haben.
Für die Nutzer ändert sich noch nichts. Dabei handelt es sich um frühe Grundlagen, nicht um eine neue Umschalt- oder sichtbare Funktion. Aber die Grundlage dafür ist der Weg für Assistenten, die nahtlos Ereignisse buchen, Aufgaben ablegen, Nachrichten senden oder Dokumente über Apps hinweg verarbeiten können. Für Entwickler liegt der Vorteil in der geringeren Duplizierung: Durch die einmalige Offenlegung von Aktionen über App Intents könnten diese in Zukunft automatisch von MCP-fähigen KI-Agenten nutzbar gemacht werden.
Siehe auch:Apple veröffentlicht zweite Entwickler-Betas von iOS 18 und iPadOS 18
Zu den potenziellen Anwendungsfällen, die entstehen könnten, sobald diese Arbeit ausgereift ist, gehören:
- Ein Assistent bucht einen Termin in einer Kalender-App und teilt die Details dann über eine Messaging-App mit.
- Ein Produktivitätsmodell, das eine Aufgabe bei einem Projektmanager ablegt, nachdem eine E-Mail zusammengefasst wurde.
- Kreative Apps, die Export- oder Batch-Prozessabsichten offenlegen, die Assistenten zu Workflows verketten können.
- Automatisieren Sie Projektskripts oder Code-Builds durch Entwicklertools, die App Intents veröffentlichen.
- Erledigung wiederkehrender Medienaufgaben wie Größenänderung von Bildern, Transkodierung von Videos oder Stapelumbenennung von Dateien.
Apple hat die MCP-Integration nicht offiziell angekündigt und die Funktion ist in aktuellen Betas nicht benutzerorientiert. Dennoch zeigt seine Präsenz, dass Apple sich an einem Industriestandard orientiert, der die Interaktion von Agentic AI mit Software prägt. Durch die Verbindung von MCP mit App Intents stellt Apple sicher, dass diese Assistenten bei ihrer Ankunft auf allen Plattformen konsistent und sicher funktionieren.
